Aktuelles

Aktuelle Meldungen aus der Heimat für Lebensretter. Die Deutsche Stammzellspenderdatei ist täglich unterwegs, um noch mehr Lebensretter zu registrieren und zu typisieren.


10 Nov

St. Martin für Erwachsene: Stammzellenspender sein bei der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD)

In diesen Wochen ist es endlich wieder soweit – farbenfrohe Laternen ziehen durch die Straßen und verbreiten Frohsinn und Helligkeit in der dunklen Herbstzeit. Auch Stammzellspender sind Hoffnungslichter, die Blutkrebs-/Leukämiepatienten in ihrer schwersten Zeit Trost und Lebensmut spenden – denn sie teilen nicht etwa ihren Mantel, sondern ihre Stammzellen und sind damit die St. Martins der Moderne. Die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) freut sich auch im Herbst über die erneute Vermittlung eines Stammzellspenders.

Der Erzählung nach schenkte St. Martin seinen Umhang und sein Brot einem Armen, damit dieser nicht erfror und verhungerte. Auch Stammzellspender sind sich ihrer Verantwortung bewusst: gemäß dem Motto „Für mich. Für dich. Für alle“ handeln sie überaus sozial und schenken Menschen damit die letzte Chance auf Leben. Und diese Chance ist sehr kostbar. Denn den sogenannten „Genetischen Zwilling“ zu finden ist unheimlich schwierig. Die Wahrscheinlichkeit der genetischen Übereinstimmung zwischen zwei nicht-verwandten Menschen liegt lediglich bei 1:600 -1:Billion. Daher feiert die DSD jede Vermittlung, die erst vor Kurzem wieder gelungen ist: Ein Stammzellspender der sich 2013 bei der DSD registrierte, spendete seine lebenswichtigen Stammzellen an eine Blutkrebs-/ Leukämiepatientin aus Kanada. Er ist ihr Hoffnungsfunke in der Dunkelheit.

119.000 weltweite Stammzellspender

Einmal um die Welt – wer bei einer Stammzellspenderdatei wie der DSD typisiert ist, steht weltweit als Stammzellspender zur Verfügung. Und das ist sehr wichtig: Weltweit suchen immer noch 10 Prozent der Blutkrebs-/Leukämiepatienten den für sie passenden Stammzellspender. Damit sich möglichst viele Menschen registrieren lassen, führt die Deutsche Stammzellspenderdatei Typisierung bei Menschen zwischen 18-40 Jahren kostenlos durch! Wer älter als 40 Jahre ist und sich trotzdem registrieren lassen möchte, wird um eine Spende von 40 Euro – so viel kostet die Typisierung und Registrierung eines potenziellen Spenders gebeten.

 

Informationen rund um die Typisierung sowie das Entnahmeset gibt es hier: www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/

sowie per App „Deutsche Stammzellspenderdatei“ und auf dem YouTube-Kanal: www.youtube.com/channel/UCLDdlmly2hcRwbIWgXZ2LsQ

 

 

 

 

 


02 Nov

Weltschenktag am 08. November 2016: Stammzellspender schenken Leben

Schenken macht glücklich, ist emotional und rettet im Falle einer Stammzellspende für einen Blutkrebs/Leukämiepatienten sogar Leben. Doch damit es dazu kommen kann, müssen Menschen typisiert sein – und das kostet Geld. So wird die Registrierung neuer freiwilliger Stammzellspender in Deutschland komplett über Spendengelder finanziert. Anlässlich des Weltschenktages am 08. November sucht die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) neue Partner und Geldspender, um gemeinsam Hoffnung auf Leben zu schenken.

40 Euro – so viel kostet die Typisierung und Registrierung eines potenziellen Spenders, die im Notfall die letzte Chance auf Leben ist. Generell führt die DSD Typisierung bei Menschen zwischen 18-40 Jahren kostenlos durch. Und damit das weiterhin so bleibt, ist die Datei auf Spendengelder angewiesen. Dabei geht spenden ganz leicht und sicher über BetterPlace – Deutschlands größtem Spendenportal (https://goo.gl/voumYG). Mit nur einem Klick ist man nicht nur Förderer der Deutschen Stammzellspenderdatei, sondern gleichzeitig weltweiter Hoffnungsbote. Denn einmal registriert, stehen Stammzellspender weltweit als Lebensretter zur Verfügung. Für mich, für dich, für alle.

Stammzellen – ein Geschenk, das von Herzen kommt

Doch den passenden Spender zu finden, ist unheimlich schwierig und nicht mit der Suche nach einem geeigneten Geschenk vergleichbar. Denn die Wahrscheinlichkeit der genetischen Übereinstimmung zwischen zwei nicht-verwandten Menschen liegt lediglich bei 1:600 -1:Billion. Die Deutsche Stammzellspenderdatei vergrößert ihr Spendernetzwerk daher permanent – auch digital. So erreicht die Datei per YouTube, App und Facebook jüngere Zielgruppen. Mit Erfolg: Aktuell sind bereits 119.000 potenzielle Stammzellspender bei der Datei registriert.

Informationen rund um die Typisierung sowie das Entnahmeset gibt es hier: www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/

sowie per App „Deutsche Stammzellspenderdatei“ und auf dem YouTube-Kanal: www.youtube.com/channel/UCLDdlmly2hcRwbIWgXZ2LsQ

 


18 Oct

Was ist Leukämie? – Die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) klärt auf

Fachbegriffe wie Stammzellspende, Blutkrebs oder Leukämie sind für viele Menschen Fremdwörter – und mitentscheidender Grund, sich nicht mit dem Thema Stammzellspende zu beschäftigen und sich als Stammzellspender zu registrieren. Denn Unwissenheit nährt Desinteresse und schürt Angst. Leidtragende sind die Blutkrebs-/Leukämiepatienten, für die immer noch kein passender Spender gefunden werden kann. Und das sind weltweit immer noch zehn Prozent. Die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) tritt diesem Nichtwissen entgegen und erklärt, was bei einer Leukämie genau passiert. Denn nur durch Aufklärung können neue, freiwillige Stammzellspender gewonnen werden.

Schlapp, müde und appetitlos – die ersten Anzeichen für eine Leukämie werden oft unterschätzt, da sie sich zunächst kaum von einer unbedenklichen Erkältung unterscheiden. So auch bei Jaqueline (14), damals noch im Babyalter. Erst eine Blutuntersuchung brachte traurige Gewissheit: Jaqueline litt an Leukämie/Blutkrebs. Ein Schock für ihre ganze Familie, die bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Berührungspunkte mit der Krankheit hatte.

Was ist Leukämie?

Nicht das Blut an sich ist bei Blutkrebs-/Leukämiepatienten problematisch. Denn es besteht ebenso wie bei normalen Menschen aus dem Blutplasma und vielen winzigen Zellen: den roten und weißen Blutzellen sowie den Blutplättchen. Sie alle haben nur eine begrenzte Lebensdauer und werden vom Körper ständig nachproduziert – und das ist das Entscheidende. Denn bei einem Leukämie/Blutkrebspatient ist die Erneuerung der weißen Blutzellen gestört. Sie sind funktionsunfähig und schützen den Menschen nicht mehr vor Krankheitserregern. Zudem vermehren sie sich explosionsartig und verdrängen dadurch die gesunden weißen Blutzellen, die roten Blutzellen und auch die Blutplättchen. Diesen lebensbedrohlichen Zustand nennt man Leukämie/Blutkrebs. Eine letzte Chance auf Leben kann es in vielen Fällen nur noch durch eine Stammzelltransplantation geben.

Stammzellen retten Leben

Das Jaqueline wieder lachen kann, verdankt sie Juanita Breuker, ihrer Stammzellspenderin und somit ihrem genetischen Zwilling. Sie ließ sich 2006 bei der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) als Stammzellspenderin registrieren. Fünf Jahre später wurde sie Jaquelines Lebensretterin und spendete lebensrettende Stammzellen. Nur dadurch konnte die damals Neunjährige endlich gesund werden. Wenn man von einem „genetischen Zwilling“ in der Stammzellforschung spricht, meint man damit Personen, die sich genetisch sehr ähnlich sind. Und die zu finden, ist nicht so einfach. So liegt die Übereinstimmung bei zwei nicht miteinander verwandten Personen lediglich zwischen 1:600 - 1:1.000.000.000.000. Deshalb ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich bei einer Stammzellspenderdatei registrieren lassen.

Informationen rund um die Typisierung sowie das Entnahmeset gibt es hier: http://www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/

sowie per App „Deutsche Stammzellspenderdatei“ und auf dem YouTube-Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCLDdlmly2hcRwbIWgXZ2LsQ



29 Sep

Das Ticket zum weltweiten Lebensretter: die Registrierung bei der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD)

Für mich, für dich, für alle – der Leitspruch der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) greift weiter als so mancher denkt: Denn einmal bei einer Datei registriert, steht man weltweit als Stammzellspender für Leukämie-/Blutkrebspatienten zur Verfügung. Leider wissen das noch zu wenige Menschen. Die DSD will entgegensteuern und mit ihrer Aufklärungsarbeit noch mehr potenzielle Stammzellspender gewinnen.

Ob per Telefon oder über die Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter oder YouTube – fast täglich erreicht die achtgrößte Datei Deutschlands ein und dieselbe Frage: „Reicht die Registrierung bei der DSD aus, oder muss ich mich bei allen 26 Dateien in Deutschland typisieren lassen, um überall zu helfen?“ Die Antwort ist einfach, klar und leider noch zu unbekannt: Einmal typisiert steht man nicht nur deutschland-, sondern weltweit als registrierter Stammzellspender zur Verfügung. So engmaschig ist das globale Lebensretter-Netzwerk gestrickt. Übrigens: Bei einer Typisierung werden die genetischen Merkmale bestimmt. Nur wenn diese zwischen Empfänger und Spender identisch sind, können Stammzellen transplantiert werden. Und das ist sehr selten: So liegt die Übereinstimmung bei zwei nicht miteinander verwandten Personen lediglich zwischen 1:600 - 1:1.000.000.000.000.

Stammzellspender werden in 5 Minuten

Kleiner Aufwand, große Wirkung: eine Typisierung als Stammzellspender ist kinderleicht, dauert nicht lange und kann sogar bequem von Zuhause aus durchgeführt werden. So kann man sich beispielsweise auf der Internetseite oder in der App der Deutschen Stammzellspenderdatei ein sogenanntes Entnahmeset per Post bestellen. Jedes Entnahmeset enthält neben einer Einverständniserklärung auch zwei Wattetupfer zur Speichelentnahme. Die Speichelentnahme kann der potenzielle Stammzellspender selber durchführen und seine Probe samt Einverständniserklärung anschließend an die Datei zurückschicken. Dort kümmert man sich um alles Weitere – wie z.B. den Versand der Speichelprobe ans Labor und die Registrierung als Stammzellspender. Natürlich führt die Datei auch bei öffentlichen Veranstaltungen Typisierungen durch und klärt bei Fragen gerne auf. Die Typisierung ist übrigens für Menschen zwischen 18-40 Jahren bei der DSD kostenlos. Wer älter als 40 Jahre ist und sich trotzdem typisieren lassen möchte, wird um Spende von 40 Euro gebeten – so viel kostet die Typisierung und Registrierung eines potenziellen Spenders, die im Notfall die letzte Chance auf Leben ist.

Informationen rund um die Typisierung sowie das Entnahmeset gibt es hier: http://www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/

sowie per App „Deutsche Stammzellspenderdatei“ und auf dem YouTube-Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCLDdlmly2hcRwbIWgXZ2LsQ

 

 


16 Sep

World Marrow Donor Day: Deutsche Stammzellspenderdatei (DSD) engagiert sich beim weltweiten Stammzellspendertag am 17. September

„Merci“, „Gracias“ oder auch „Danke“ – gerade am internationalen Stammzellspendertag, dem World Marrow Donor Day, besitzen diese noch so unterschiedlichen Wörter eine starke, gemeinsame Botschaft. Denn am 17.09.2016 wird den über 28 Millionen registrierten Stammzellspendern auf der ganzen Welt für ihren sozialen Einsatz gedankt und das Leben gefeiert. Auch die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) ist dabei: Mit Typisierungsaktionen in Gifhorn, Salzgitter und Leipzig-Günthersdorf klärt die Datei auf und gewinnt neue, zukünftige Lebensretter hinzu.

„Ich bin meiner Stammzellspenderin unendlich dankbar, denn nur durch sie kann ich leben“, strahlt die vierzehnjährige Jacqueline. Sie erkrankte schon als Baby an Leukämie und konnte erst durch eine Stammzelltransplantation mit neun Jahren gerettet werden. Wie sie empfinden alle Leukämie-/Blutkrebspatienten, die lebensrettende Stammzellen erhalten haben. Denn die Stammzelltransplantation ist oftmals ihre einzige Hoffnung auf Heilung. Leider kann bisher für insgesamt 10 Prozent der Leukämiepatienten weltweit noch kein passender Spender gefunden werden. Für sie läuft ein Countdown, dessen Ausgang tödlich sein kann. Am World Marrow Donor Day schließen sich daher alle Stammzellspenderdateien auf der ganzen Welt zusammen, um auf das wichtige Thema Stammzellspende aufmerksam zu machen.

Stammzellspender retten Leben - weltweit

Je mehr desto besser. Dieser Leitspruch gilt auch für die DSD, die am 17.09.2016 mit Typisierungsaktionen in Gifhorn, Salzgitter und Leipzig-Günthersdorf noch mehr neue freiwillige Stammzellspender gewinnen will. Und das hat einen entscheidenden Grund: Die Suche nach dem Lebensretter, dem sogenannten „genetischen Zwilling“*, ist äußerst schwer. Denn hierfür müssen ihre HLA Merkmale (genetische Merkmale) nahezu übereinstimmen. Und die Übereinstimmung liegt bei zwei nicht miteinander verwandten Personen lediglich zwischen 1:600 - 1:1.000.000.000.000. Das Positive: Einmal registriert, steht man weltweit als Stammzellspender zur Verfügung – und erhält vielleicht bald schon ein herzliches „Danke“ in einer unbekannten Sprache.

Typisierungs-Aktionen der Deutschen Stammzellspenderdatei am World Marrow Donor Day:

Gifhorn

Typisierungs- & Blutspendeaktion

Von 9:00 - 13:30 Uhr

Ort: Volksbank BraWo

Steinweg 51

38518 Gifhorn

 

Salzgitter

Von 8:00 - 18:00 Uhr

Ort: Kaufland Salzgitter-Lebenstedt

Albert-Schweitzer-Straße 1

38226 Salzgitter

 

Leipzig-Günthersdorf

Von 17:30 - 20:00 Uhr

Ort: Höffner Möbelhaus

Einkaufszentrum Nova Eventis, Gebäude Nr. 1

06237 Leuna


                        

 


24 Aug

Nicht nur zum Schulstart: Schulprojekt der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) bereichert den Unterricht

Es ist so weit: Die Sommerferien in Deutschland neigen sich in allen Bundesländern dem Ende zu oder sind teilweise schon vorbei. Jetzt greift das Schulprojekt der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) und bietet spannenden Unterrichtsstoff rund um das wichtige Thema Stammzellspende. Ob im Biologieunterricht oder den Fächern Ethik, Sozialkunde und Religion – mit eigens, gemeinsam mit Pädagogen erstelltem Infomaterial und Experten vor Ort vermittelt die Datei Wissen und gewinnt neue junge Stammzellspender hinzu.

Was ist Blutkrebs? Was ist eine Typisierung? Wann kann man Stammzellen spenden und Hoffnung auf Leben schenken? Diese und andere Fragen beantwortet die Bildungsarbeit innerhalb des DSD-Schulprojekts Schülern, Berufsschülern, Studenten oder FSJlern. Mit äußerst positiver Resonanz: Das DSD-Schulprojekt kommt so gut an, dass momentan mehr als fünfmal so viele tatsächliche Spender aus Schultypisierungen zur Spende gebeten werden, als andere potenzielle Spender. Und damit das weiterhin so bleibt, startet die Datei auch im neuen Schuljahr voll durch.

Partnerschaften sind wichtig!

Nur wer aufgeklärt ist, hilft bereitwillig und gern! Und je mehr Menschen als Stammzellspender registriert sind, desto größer ist die Chance auf Heilung für alle Blutkrebs-/Leukämiepatienten. In Deutschland können bereits für über 80 Prozent der Patienten Lebensretter gefunden werden. Leider aber noch nicht für alle: Weltweit wird für zehn Prozent der Erkrankten immer noch der richtige Stammzellspender gesucht – und für sie „tickt die Uhr“. Denn einen sogenannten „genetischen Zwilling“* zu finden, ist nicht leicht. Im Schnitt spendet zurzeit von tausend registrierten Spendern in Deutschland lediglich eine Person tatsächlich einmal Stammzellen (rund 1:1000, Quelle. ZKRD). Zu unwahrscheinlich ist die genetische Übereinstimmung der HLA Merkmale bei zwei nicht miteinander verwandten Personen (1:600 - 1:1.000.000.000.000). Deshalb freut sich die Deutsche Stammzellspenderdatei über viele weitere Partnerschaften, die das wichtige Thema auch jungen Menschen näher bringt.

Partner werden ist ganz leicht: Interessierte Lehrer können unterrichtsbegleitendes Schulmaterial per E-Mail oder telefonisch bei Grit Gröbel anfordern und sich über Möglichkeiten für den Aufbau einer Schulpartnerschaft informieren. (E-Mail: groebel@deutsche-stammzellspenderdatei.de, Tel.: 0345/ 20 51 212)

Einen informativen Einblick gibt’s auch auf dem DSD YouTube-Kanal:
https://www.youtube.com/watch?v=cwMcSzfG9Mc    

*) Wenn man von einem „genetischen Zwilling“ in der Stammzellforschung spricht, meint man damit Personen, die sich genetisch sehr ähnlich sind. Und die zu finden, ist nicht so einfach.


01 Aug

Studie deckt auf: Angst und Unwissen lässt noch viele Deutsche zögern, sich als Stammzellspender zu registrieren

Eine neue Studie* zeigt: Noch immer fürchten sich zu viele Menschen vor einem Eingriff bei der Knochenmarkspende und lassen sich deshalb nicht typisieren. Das Kuriose: Über die Hälfte von ihnen möchte anderen helfen – doch Angst und Unwissenheit überwiegen den Wunsch, Gutes zu tun und lebensrettende Stammzellen zu spenden. Was viele nicht wissen: Nur bei 10 bis 20 Prozent der Spender erfolgt die Entnahme tatsächlich über das Knochenmark. Beim Großteil werden die Stammzellen aus dem peripheren Blut extrahiert. Die Deutsche Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) wirkt der Ahnungslosigkeit entgegen und klärt gemeinsam mit ihren Stammzellspendern auf.
 
„Ich bereue, dass ich mich nicht habe früher typisieren lassen! Denn das Gefühl Lebensretter zu sein, ist unbeschreiblich schön. Jeder, der gesund ist, sollte sich registrieren“, berichtet Jörg Brauer, der im April 2016 seine lebensrettenden Stammzellen spendete. Und damit ist er nicht allein. In diesem Jahr konnte die Deutsche Stammzellspenderdatei bereits 74 Lebensretter erfolgreich vermitteln – und damit 74 Leukämie/Blutkrebs-Patienten Hoffnung auf Leben schenken. Stammzellspender wie Jörg Brauer wissen, dass ihre Stammzellspende für diese Patienten die letzte Chance auf Leben ist. Ihr Engagement sowie die Bereitschaft darüber zu sprechen, sind bei der Aufklärung enorm wichtig.

BKK-Studie bestätigt: Wissenslücken beim Thema Stammzellspende
Nur gut informierte Menschen werden engagierte Stammzellspender. Doch damit es dazu kommen kann, müssen die Vorteile der Stammzellspende noch besser kommuniziert werden. Denn eine neue Studie zum Thema Stammzell- und Knochenmarkspende zeigt, dass sich viele Unentschlossene umstimmen lassen würden – wenn sie über die unkomplizierte Entnahme und die hohen Erfolgsaussichten bei der Stammzellspende Bescheid wüssten. Die DSD geht hier mit gutem Beispiel voran: Sie klärt mit vielen Infokampagnen auf und wird bei ihrer Aufklärungsarbeit gerne von Stammzellspendern und -empfängern unterstützt.

Leukämie kann jeden treffen

Alle 45 Minuten erkrankt ein Mensch in Deutschland an Leukämie. Daher ist es wichtig, dass sich so viele Stammzellspender wie möglich typisieren und registrieren lassen. Nur so kann für alle Leukämie- / Blutkrebspatienten der passende Spender, ihr „genetischer Zwilling“**, gefunden werden. „Was mich besonders schockiert hat, war die Tatsache, dass Leukämie jeden treffen kann. Egal ob jung oder alt – die Krankheit ist unfair und unterscheidet nicht. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schlimm es ist einen nahestehenden, geliebten Menschen zu verlieren, war ich umso glücklicher dem Empfänger und seiner Familie durch meine Spende Mut zu machen. Denn für sie ist eine Stammzelltransplantation der letzte Hoffnungsschimmer“, erklärt Jörg Brauer.

Die Deutsche Stammzellspenderdatei führt Typisierungen für Menschen zwischen 18-40 Jahren generell kostenlos durch! Wer älter als 40 Jahre ist und sich trotzdem registrieren lassen möchte, wird um eine Spende von 40 Euro – so viel kostet die Typisierung und Registrierung eines potenziellen Spenders – gebeten.

Informationen rund um die Typisierung sowie das Entnahmeset gibt es hier: www.deutsche-stammzellspenderdatei.de/entnahmeset/

*) Studie zur Knochenmark- und Organspende 2016 der pronova BKK

**) Wenn man von einem „genetischen Zwilling“ in der Stammzellforschung spricht, meint man damit Personen, die sich genetisch sehr ähnlich sind. Und die zu finden, ist nicht so einfach.


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DSD ÜBERNIMMT BILDUNGSAUFGABE

Im Rahmen unseres Schulprojektes qualifizieren wir DSD-Partnerschulen.

Die Familie der DSD-Partnerschulen wuchs zu Beginn des neuen Schuljahres 2014/15 weiter.

Gleich drei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern konnten sich über die Aufnahme in das DSD-Partnerschulprogramm freuen (Regionale Schule Ost Neubrandenburg, Gymnasium in Schönberg, Schulcampus Rostock-Evershagen).

In Sachsen-Anhalt wurden pünktlich zum Ausbildungsstart zwei Berufsschulen in Halle (Saale) aufgenommen. An diesen übrigens ist die Blutspende mit Typisierung für die Schüler bereits seit vergangenem Schuljahr ein gesellschaftliche Werte prägendes Schulprojekt.

Im Freistaat Thüringen wurde als erste DSD-Partnerschule Erfurts die Berufsfachschule IFBE aufgenommen. Und das unter Beisein des Oberbürgermeisters Andreas Bausewein. Für Lehrer und Schüler war es ein ganz besonderer Tag. Nicht zuletzt, da zum ersten Mal an der Schule die Typisierung angeboten wurden.

JUNGE STAMMZELLSPENDER

Bereits die 50. Stammzellspende im Rahmen unseres DSD-Schulprojektes seit dem Start im Frühjahr 2013. Es ist so erfolgreich, dass momentan mehr als fünfmal so viele tatsächliche Spender aus Schultypisierungen zur Spende gebeten werden, als andere potenzielle Spender (1:190).

Wenn man bedenkt, dass inzwischen ca. 80% der erfolgreichen Stammzell-
transplantationen durch Spenden von jungen, gesunden Menschen stammen, wird die Bedeutung des DSD-Schulprojektes umso deutlicher.